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„Hey! How are you?“ – Eine Kurzreise nach San Francisco

Es ist Freitag, kurz nach 23:00. GTM-8. San Francisco. Genauer: Sunnyvale im SiliconValley. Zuhause müsste es jetzt also so gegen 8:00 morgens sein.

Seit ein paar Tagen bin ich in San Francisco. Das erste mal auf der anderen Seite vom „großen Teich“. Der Flug war sehr lang und anstrengend, wobei die Reise in einem A380 ehrlich schon sehr angenehm ist.

Kaum in SFO angekommen habe ich es schon direkt bei der Autovermietung das erste mal gehört: der Satz, der mir in den nächsten Tage noch öfter begegnen soll. „Hey! How are you?“, als ob der Gegenüber einen schon länger kennt und mich jetzt – nach langer Zeit – endlich mal wieder sieht und deshalb ernsthaft daran interessiert ist, wie es mir so geht. Oder wie mein Tag bisher so war. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie und ob man auf diese „Frage“ reagiert. Ein „Fine. Thanks.“ tut’s bisher ganz gut. Überall liegt man sehr viel Wert auf Freundlichkeit und guten Service. Grundsätzlich bekommt man – ohne danach fragen zu müssen – alles so dargeboten/genau erklärt, dass keine Fragen mehr offen bleiben. Das war z.B. beim Mietwagen, im Supermarkt, im Hostel im Diner und beim Fahrradverleih so.

Gestern habe ich mir ein Fahrrad geliehen, bin über die Golden Gate Bridge nach Sausalitos geradelt, mit der Fähre wieder zurück und dann Kreuz und Quer durch SF gefahren. Das kann ich wirklich empfehlen. SF hat viele schöne Ecken, die man sehr gut mit dem Rad erreichen und abklappern kann. Was ich NICHT empfehlen kann, zu versuchen die Hügel mit dem Rad zu überwinden. Dass an einigen Straßen die Autos 90° zur Fahrrichtung parken müssen oder keine normale Straßenbahn, sondern einer der berühmten Cablecars fahren, hat schon einen bestimmten Grund. Selbst das bergauf schieben ist sehr anstrengend. Nichtsdestotrotz eine gute Erfahrung. Bei meiner Tour durch SF habe ich die Büros von Dropbox und Github gesucht und gefunden. Übrigens nicht sehr spektakulär. Es fehlt in SF noch ein Nerd-Souvenier-Shop, wo man T-Shirts und all die Merchandise-Artikel der ansässigen Firmen kaufen kann.

Aber warum bin ich überhaupt in SF? Google unterstützt jedes Jahr Open-Source-Projekte, wie z.B. TYPO3, und Studenten die sich in diesen engagieren möchten. Jeder Student wird dabei von einem Mentor der Projekt Organisation begleitet. Dieser „management“ ein Projekt, dass der Student im Laufe des Sommers umsetzt. „Google Summer Of Code“ heißt das dann.

Am Ende des Sommers werden von jeder teilnehmenden Organisation 1-2 Mentoren zum GooglePlex nach MountainView eingeladen, damit sich dort alle miteinander auszutauschen können. Und in diesem Jahr bin ich der glückliche, der als „Delegate“ zu diesem „Mentor summit“ geschickt wurde.

Also hab ich heute das (sehr einfache) Hostel, in dem ich die letzten zwei Nächte verbracht habe, verlassen und bin in den Süden gefahren. Der Besuch einiger bekannter Adressen durfte natürlich nicht fehlen. Heute standen u.a. die „Standfort University“ und Apple in Cupertino und „Fry’s“ auf dem Plan. T-Shirts: √. Eingecheckt in das „Domain“-Hotel für die nächsten zwei Nächte, erlebte ich das komplette Gegenteil zum Hostel. Alles sehr großzügig bemessen. Ich kann sogar die Härte der Matratze mit einer Fernbedienung verstellen. Selbstverständlich für linke und rechte Seite des Bettes getrennt.

Heute Abend gab es am Pool ein kleines Warmup und Abendessen. Morgen um 8:30 gibt es dann auf dem GoogleCampus Frühstück und anschließend die eigentliche Veranstaltung, den „Google Summer Of Code Mentor Summit“. Ich bin mal gespannt, werde berichten.